Playstation Move

Was ist Playstation Move? Die Bewegungssteuerung für die Playstation 3, einfach gesagt: Wii für Playstation 3.

Doch das trifft es nur grob. Meine ersten Wii-Erfahrungen waren ernüchternd, allerdings hab ich auch nie mit „WiiMote-Plus“ gespielt, was wohl deutlich genauer sein soll. Meine Erfahrungen mit der Wii waren: Egal wie ich beim Tennis schlage, der Ball springt irgendwohin. Beim Boxen hatte ich nie das Gefühl, der Boxer macht das, was ich gerade vormache. Hampelei statt Spielspaß. Gut für den Muskelkater, nicht gut für mich.
Dazu kommt die mittelalterliche Grafik der Wii, zu der ich einfach nicht zurückwollte.

Gut, dass Sony nachgesetzt hat und eine, wie ich finde, sehr gelungene Bewegungssteuerung präsentiert. Dass bei amazon und in vielen Läden (Saturn, etc.) die Controller ausverkauft waren und sind, spricht dafür, dass ich nicht der einzige bin, der darauf gewartet hat.

Und das Warten war nicht vergebens. Move ist äußerst genau und man muss sich wie im echten Leben konzentrieren, um die Spiele zu meistern. Richtig deutlich wird das bei Sports Champions. Beim Tischtennis mag man in der einfachsten Spielstufe noch simpel draufkloppen können und so gewinnen, doch schon eine Stufe schwerer, kommt es aufs Können und die richtige Taktik an. Top-Spin? Kein Problem! Bälle anschneiden – läuft. Rückhandschwäche? Auch da!

viele oder alle großen Mainstream-Magazine (auch Game One) sagten zur Veröffentlichung von Move nur „Ja, Steuerung toll, aber es kommt auf die Spiele an“. Da mir das einfach zu wenig Info war, schreibe ich hier jetzt selbst für Interessierte einen ausführlicheren Erfahrungsbericht.

Sicher, besonders viele (gute) Spiele gibt es nicht. Aber mit dem Durchspielen von Sports Champions hat man schon eine Weile zu tun. Nicht jede Sportart ist perfekt gelungen, aber bei Tischtennis, Disc Golf und Boule fühlt man sich fast wie ein echter Sportler – eine ganz andere Motivation des Zockens, die über faules Sitzen im Sessel, aber auch über wildes Gezappel auf der Party hinausgeht. Ok, es ist kein echter Sport, aber ins Schwitzen kommt man trotzdem – denn sonst gewinnt man nicht.

Zu Zweit oder mehr machts dann gleich doppelten Spaß, leider geht das ganze nicht online – hier hat Sony den noch größeren Wurf verpasst.

Da ich nun auch im Besitz von Resident Evil 5 bin, dem die Move-Steuerung nachträglich eingefügt wurde, kann ich sagen: Auch „Core“-Games, also Spiele für richtige Zocker, können von Move profitieren. Optimal ist es noch nicht umgesetzt, aber das Zielen mit Move ist deutlich einfacher, als mit dem Analog-Stick, es geht einfach gut von der Hand.

Wer eine Playstation 3 hat, sollte nicht zögern, sich Move zuzulegen. Allein die beiden genannten Spiele sorgen für jede Menge Spaß und wenn man die dann durch hat, dürften wohl auch weitere gute Games auf dem Markt sein.

Getestet habe ich zudem noch Tumble, eine Art Jenga für die PS3, Türmchenbau in HD. Sehr spannend, werde ich bei Gelegenheit vertiefen. Hier merkt man, wie genau die Move-Steuerung ist, vor allem im dreidimensionellen Raum.

Von eyePet halte ich nicht viel, für Kinder ist das bestimmt gut. Auch Start the Party (mit Fliegenklatschen, etc.) finde ich unspannend, wenn auch ganz hübsch gemacht. TV Superstars reiht sich ein in die Riege der Partygames, witzig ist, dass man sein eigenen Gesicht auf dem TV-Show-Kandidaten sieht. Bei Beatsketchers kann man u.a. auf dem Bildschirm rummalen, auch nur für Partys geeignet.

Ein Freund ist ganz begeistert von Tiger Woods Golf, das ist also sicherlich ein Spiel Wert, selbst getestet habe ich es noch nicht.

So, das war mein Bericht über die bisherige Move Erfahrung. Vielleicht hilft das bei der Kaufentscheidung.

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