Zocken <> Amok

Von spiegel.de:

„Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können“, sagte der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, Hans-Dieter Schwind, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ und sprach sich für ein totales Verbot von Computer-Gewaltspielen sowie eine weitere Verschärfung des Waffenrechts aus. Schwind sagte, kaum jemand wisse, dass in Deutschland zehn Millionen legale Waffen und geschätzte rund 20 Millionen illegale Waffen im Umlauf seien. Jugendliche hätten darauf noch immer einen viel zu leichten Zugriff, weil sie einfach nur den Schlüssel für den Waffenschrank finden müssten.“

Also erstens: Bei Counter Strike ist man nicht auf der Flucht oder stiehlt Autos. Bei Crysis weiß ich es nicht, ich bitte um Aufklärung.

Zweitens: Viel entscheidender als die Tatsache, dass der Junge Ballerspiele gezockt hat, ist wohl, dass sein Vater im Schützenverein war, mehrere Waffen besaß, eine Beretta unverschlossen im Nachtschrank verwahrte und auch der Junge selbst einige Softair-Pistolen hatte.? Außerdem kam gestern heraus, dass der Schütze Depressionen hatte und eine psychatrische Behandlung abgebrochen hat. Dennoch wird gleich erstmal das Verbot von First-Person-Shootern gefordert… aber an die einseitige Berichterstattung hat man sich ja schon fast gewöhnt.

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